HANNI RÜTZLER

Foodtrendexpertin und Referentin – Hanni Ruetzler

Ihr Biss in den ersten In-Vitro-Burger, weltweit live übertragen, erregte weit über die Food & Beverage-Branche hinaus großes Aufsehen. Bekannt war die österreichische Foodtrendexpertin aber schon davor. Seit 25 Jahren genießt sie den Ruf einer professionelle Grenzgängerin, die Akteure in allen Food-Branchen zu inspirieren versteht. Was sie auszeichnet ist der große Blick auf den Wandel unserer Esskultur und zugleich ihre Fähigkeit, auch unscheinbare Veränderungen wahrzunehmen und richtig zu verorten. Als Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin bewegt sie sich zwischen Geistes- und Naturwissenschaften und das zeichnet sie auch als Referentin des Zukunftsinstituts sowie als Autorin des jährlich erscheinenden Foodreports aus.

Mindchanging Talks

Food Trends – Tools für sinnvolle Lösungen, nicht nur für Marketingstrategien

Wir dürfen Trends nicht mit kurzfristigen Moden oder saisonalen Produkt-Hypes verwechseln. Erst wenn Food Trends als Antworten auf Sehnsüchte und als Spiegel sich verändernder Lebensgefühle wahrgenommen werden, können sie von Unternehmen auch als Orientierungshilfen in diesem dynamischen Markt produktiv genutzt werden: Bei der Entwicklung von Produkten und Services, die den Kunden Lösungen für aktuelle und sich abzeichnende Herausforderungen bieten, den Essalltag nach ihren individuellen Wünschen zu gestalten.

  • Infinite Food – Essen ist immer und überall
  • The New Classic – Nostalgie trifft auf Qualität
  • Essthetik – Werte und Geschmack werden optisch erlebbar
Das Savour-Prinzip, Die neue Rolle des Geschmacks

Je mehr Wahlmöglichkeiten die Konsumenten haben, desto mächtiger wird der eigene Geschmack. Er wird zum individuellen Navi durch die immer unübersichtlicher werdende Lebensmittelvielfalt. Der Geschmack ist aber nicht nur eine sensorische Empfindung, er ist immer auch eine persönliche Bewertung. Die Kriterien dafür muss sich in einer individualisierten Welt jeder selbst erarbeiten. Sie fußen nicht nur auf Sinneseindrücken, sondern auf sich wandelnden Werten. Und damit gewinnen auch Ethik und Moral bei der Auswahl der Lebensmittel eine immer größere Bedeutung. Sie müssen in Zukunft in einem umfassenderen Sinn gut schmecken.

  • Sensual Food – Die neue Macht des Geschmacks
  • Food Pairing – Die Erweiterung unseres Geschmackshorizonts
  • Brutal Lokal – Die neue Dimension der Regionalist
  • New Flavoring – Die verlockende Zukunft des Geschmacks
Retail-olution – Super Markt statt Supermarkt

Noch scheint die Macht der großen Handelsketten im deutschsprachigen Raum ungebrochen. Aber das alte Vorratskammer-Prinzip der Supermärkte gerät zunehmend ins Wanken. Der stetig wachsende Online-Handel auf der einen Seite, die Renaissance der Greißler und Tante-Emma-Läden, die mit kuratierten Sortimenten und Cross-Over-Konzepten punkten, auf der anderer Seite, mischen im Kampf um den Kunden immer kräftiger mit. Markthallen sind zu Tummelplätzen einer neuen Generation von Konsumenten geworden, für die nicht das unaufwendige Besorgen möglichst billiger Lebensmittel im Zentrum steht, sondern das Zelebrieren eines genussorientierten und bewussten Lebensstils. Die gelungene Verschmelzung des Point of Demand mit dem Point of Sale wird der Knackpunkt für den Super Markt der Zukunft.

  • Meet Food – Die neue Nähe zum Produkt
  • Curated Food – Vorauswahl statt Überfluss
  • Die Renaissance der Märkte – Tummelplätze der Foodies
  • Der 24/7-Konsument und die neuen Einkaufslandschaften
Consumer Empowerment – Die neue Macht des Konsumenten

Die Feinschmecker von morgen sind aufgeklärt, anspruchsvoll und entscheidungsfreudig. Sie lassen sich beim Essen und Trinken immer weniger ein X für ein U vormachen. Die Kommunikation mit vernetzten und ermächtigten Konsumenten beruht zunehmend auf Erlebnissen und Erfahrungen, auf Transparenz und Authentizität. Im Zentrum steht die Customer Experience, digital und analog am Point of Demand sowie am Point of Sale.

  • The Changing Chain – Die Lebensmittelkette wird zum Lebensmittelnetzwerk
  • DIY Food – Selbermachen verändert Produktion und Konsum
  • Consumer Citizen – Der Konsument wird zum Experten der Praxis
  • Food Information Design – Die Revolution der Kennzeichnung
Re-Imagine Convenience, Vom bequemen Produkt zum kulinarischen Service

Convenience 3.0 nimmt uns in Zukunft nicht das Kochen ab, sondern bietet Lösungen, es bequemer und lustvoller zu gestalten. Für den Handel und die Gastronomie bedingt das ein radikales Umdenken: weg vom Lebensmittelanbieter hin zum Essdienstleister. Dabei steigt auch der Bedarf nach neuen Kennzeichungselemtenen bezüglich Herkunft und Nährwerten, nach einem neuem, praxistauglichen Food Information Design sowie nach nachvollziehbaren Erklärungen angewendeter Produktionsverfahren.

  • Fast Good – Das neue Tempo der Qualität
  • Food Information Design – Die Revolution der Kennzeichnung
  • Convenience 3.0 – Die bequemen Esslösungen für morgen
  • De-processing – Der neue Spin in der Lebensmittelindustrie
  • Curated Food – Vorauswahl statt Überfluss
Food Vision – Veränderungen beginnen mit einem Perspektivenwechsel

Was wäre wenn? – Das ist die Frage, aus der sich Visionen, aus der sich Zukunftsgeschichten entwicklen. Erst diese Frage eröffnet Möglichkeiten für neue, spannende Ansätze, wie wir unsere Ernährung, unsere
Lebensmittelproduktion und unsere Esskultur in Zukunft nicht nur anders, sondern – auch in Hinblick auf Energie- und Ressourcenverbrauch – besser gestalten können. Der Perspektivenwechsel leitet auch einen Paradigmenwechsel ein: Weg von Effizienz, die auf Kosten der Natur geht, hin zur Effektivität, die mit der Natur arbeitet. Innovative Impulse kommen heute vor allem von kleinen, eigentümergeführten Unternehmen, die einen anderen, neuen Blick auf die Branche und das Leben ihrer Kunden werfen. Allerdings: Je disruptiver eine Marke auftritt, desto länger braucht sie, um am Markt zu reüssieren. Aber desto nachhaltiger wird sie sich etablieren können.

  • De-processing – Der neue Spin in der Lebensmittelindustrie
  • Re-use Food – Das zweite Leben unseres Essens
  • Beyond Food – Wir bauen uns neue Nahrungsmittel
  • Food Start-ups – Labore für neue Produkte, Services und Kooperationen
  • New Flavoring – Die verlockende Zukunft des Geschmacks
Healthy Hedonism – Das neu Verständnis von gesunder Ernährung

Die Zeiten, in denen die Gesundheitszeichen beim Essen vor allem aus Verbotsschildern bestanden, sind vorbei. Gesunde Ernährung basiert nicht auf Verzicht und einem genussfeindlichen Fokus auf abstrakte Nährwerte und Kalorientabellen. Gesundheits- und Wellness-Konsumten sind heute pro-aktiv. Sie reagieren nicht auf Probleme, sondern investieren gezielt in ihre Personal Performance. Sie bringen intuitiv ihr persönliches Energie-Level und das, was sie essen, in unmittelbare Verbindung und orientieren sich dabei an neuen Ernährungsstilen jenseits klassisch naturwissenschaftlicher Kriterien. Die Zukunft der gesunden Ernährung wird damit auch individueller und spiritueller.

  • Flexitarier – Genuss vermählt sich mit Verantwortung
  • Soft Health – Der genussvolle Weg zum gesunden Leben
  • Spiritual Food – Ethik und Moral auf dem Teller
  • Gemüse ist der neue Star – Die neue Rolle der Pflanzen
  • Gastroveggies – Die neue vegetative Vielfalt im Restaurant
Global Breaks – (oder: Global Odds) Was wir vom Essen über andere Kulturen lernen können

Auch im Zeitalter der Globalisierung und Internationalisierung der Küchen spielt Essen immer noch eine ganz entscheidende Rolle für unsere kulturellen Identitäten. Darin, was und wie etwas gegessen wird, wann und mit wem, spiegeln sich tiefsitzende, historisch gewachsene kulturelle Muster. Zugleich ist das Essen, sind Lebensmittel, Speisen und Getränke häufig auch der gangbarste und oft auch der interessanteste Weg, einen ersten Einblick in eine andere Kultur zu gewinnen und diese besser verstehen zu lernen. Und davon kann – gerade in Deutschland – auch unsere eigene Esskultur profitieren.

  • Migration Culinaire – Kulinarische Impulse für das Diversity Management
  • Californication – Netzwerke geben neue Impulse
  • Shalom Germany – Levantinische Stimuli für mehr Lebensqualität
  • Hybrid Food – Die Globalkultur auf dem Teller


Videos und Impressionen

Referenzen

Rützlers jährlicher Foodreport gilt in der Branche als Barometer dafür, wie der Verbraucher tickt und was er will.

Stern, Nr.41, 6.10.2016

Ihren Foodreport habe ich ausgiebig studiert und möchte Ihnen meine großen Komplimente für Ihre schlüssigen Herleitungen machen! Ich bin begeistert darüber wie gut Sie es schaffen, für den Leser nachvollziehbar Ihre Prognosen zu begründen. Das unterscheidet Sie von etlichen Protagonisten, die auf diesem Gebiet nur in die Kristallkugel schauen. Chapeau!

Christian Mittermeier, Villa Mittermeier – Hotellerie und Restauration

Sie ist das Salz in der Suppe.

Hans-Gerd Janssen, Jomo GV-Partner Großhandel GmbH & Co. KG

Mit ihrer inspirierenden Key-Note hat Frau Rützler unseren 11. foodRegio Trendtag maßgeblich bereichert. Ihre Expertise und ihr Gespür für Food-Trends sowie ihr souveräner Vortragsstil und ihr individuell auf unsere Veranstaltung zugeschnittener Beitrag haben unsere Gäste restlos begeistert.

Tobias Ewert, Wirtschaftsförderung LÜBECK GmbH

Mit Ihrem Denken hat Hanni Rützler mich und mein Start-Up, die AlpenHirt GmbH, entscheidend mitgeprägt. Hierfür möchte ich mich ganz einfach bei ihr bedanken!

Adrian Hirt, AlpenHirt GmbH

Themen

Insights

Publikationen

Hanni Rützlers FOOD REPORT 2015, Die wichtigsten Trends für die Ernährungsbranchen
(Zukunftsinstitut, 2014)

Hanni Rützlers FOOD REPORT 2014, Die wichtigsten Trends für die Ernährungsbranchen
(Zukunftsinstitut, 2013)

Die Ernährung von morgen, Die Zukunft unseres Essverhaltens und seine Auswirkungen auf die Globalkultur
(In: Brockhaus perspektiv: Not für die Welt, Gütersloh/ München 2012)

Hotel der Zukunft, Die wichtigsten Trendfelder in der Hotellerie
(gemeinsam mit Harry Gatterer, Stuttgart 2012)

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